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DIALOG IM MUSEUM #4: Das Zuhause, die Tankstelle von morgen

Die Moderatoren des Workshops (v.l.): Georg Derscheid, Matthias Werner, Prof. Dr. Birgit Scheppat, David Coleman © Bruno Nemec

Die Moderatoren des Workshops (v.l.): Georg Derscheid, Matthias Werner, Prof. Dr. Birgit Scheppat, David Coleman © Bruno Nemec

Frau Prof. Dr. Birgit Scheppat in der Diskussion mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern © Bruno Nemec

Frau Prof. Dr. Birgit Scheppat in der Diskussion mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern © Bruno Nemec

Diskussion in den Gruppen © Bruno Nemec

Diskussion in den Gruppen © Bruno Nemec

Diskussion in den Gruppen © Bruno Nemec

Diskussion in den Gruppen © Bruno Nemec

Mit der Energie- und Verkehrswende wird das Haus zur zentralen Schnittstelle dezentraler Energie- und Mobilitätssysteme. In einem nächsten Schritt ist sogar denkbar, dass das eigene Haus als Energieträger fungiert, der erneuerbare Energien nicht nur speichert, sondern auch wieder zur Verfügung stellt. Ob sich das Zuhause von morgen wirklich zu einer solchen „Tankstelle“ entwickelt war eine der zentralen Frage der gestrigen vierten Veranstaltung der Reihe DIALOG IM MUSEUM. Die Veranstaltungsreihe ist Teil des Projekts IMPACT RheinMain und ein Kooperationsprojekt mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt.

Sektorenkopplung und Energiespeicherung

Als Einführung in das Thema gab Frau Professor Dr. Birgit Scheppat, Professur für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie an der Hochschule RheinMain, einen Impulsvortrag, der einen Überblick über zentrale Problemstellungen der Elektromobilität bot. Darin argumentierte sie, dass zwei wichtige Fragen in der Diskussion oftmals zu kurz kämen: Die Erzeugung sowie die Zwischenspeicherung des benötigten Stroms. Denn je nach zugrunde liegendem Strommix weist ein Elektrofahrzeug nicht zwangsläufig eine bessere CO2-Bilanz auf als ein vergleichbarer Diesel. Damit der notwendige Umstieg auf erneuerbare Energien aber gelingen kann, müsse das Stromnetz laut Frau Scheppat so um- und ausgebaut werden, dass die erneuerbaren Energien intelligent verteilt und gespeichert werden können. Hier bietet sich Wasserstoff als Speichermedium und Instrument zur Sektorenkopplung an. Hinter Letzterem verbirgt sich die Vernetzung und gesamtheitliche Betrachtung der drei Energiesektoren Strom, Wärme und Mobilität.

Individuelle Bedürfnisse als Erfolgsfaktor der Verkehrswende

Anschließend diskutierten die mehr als 60 Besucherinnen und Besucher in vier Gruppen, die jeweils von Frau Scheppat oder einem Ihrer Mitarbeiter aus dem Wasserstofflabor der Hochschule (Georg Derscheid, Matthias Werner und David Coleman) geleitet wurden. In den einzelnen Gruppen entstanden schnell angeregte Diskussionen. Diese thematisierten teilweise auch die mit der Verkehrswende verbundenen Herausforderungen und betonten neben den technischen Anforderungen auch teilweise emotionale Aspekt, die für eine erfolgreiche Ausweitung der Elektromobilität adressiert werden müssen. Auch sahen viele der Besucherinnen und Besucher die Notwendigkeit, die teilweise sehr technische Debatte über Ladespannungen und verschiedene Antriebsformen der Bevölkerung allgemein verständlicher zu vermitteln.